- Absorption
|
- bezeichnet die Aufnahme (z.B. Nährstoffen im Darm)
|
- Ad libitum
|
- Aufnahme zur freien Verfügung;
- Abkürzung: ad lib.
-
|
- Alleinfutter
|
- Alleinfuttermittel liefern alle Nährstoffe in ausreichender Menge, u.a. auch Rohfaser. Nach der Futtermittelverordnung zählen hierzu auch Mischfuttermittel. Um eine gesunde Verdauung zu gewährleisten, sollten diese aber niemals alleine, sondern nur in Verbindung mit Raufutter gefüttert werden.
|
- Aminosäure (Abk. AS)
|
- AS sind Bausteine der Eiweiße. Es gibt 20 AS, wovon rund 10 essentiell sind (müssen mit dem Futter zugeführt werden). Die übrigen 10 werden vom Pferdeorganismus selbst aus Nahrungsmitteln gebildet.
|
- Ammoniak
|
- farbloses und giftiges Gas, welches beim Harnstoffabbau freigesetzt wird. Wird gekennzeichnet durch seinen stechenden Geruch. Es besitzt eine gute Löslichkeit in Wasser. Diese Lauge besitzt in höheren Konzentrationen eine stark ätzende Wirkung. Ammoniak greift im Stall die Hufe an und schädigt Haut und Schleimhäute. In schlecht belüfteten Pferdeställen kommt es deshalb oft zu Lungenproblemen. In modernen Einstreuprodukten wird ein Ammoniakblocker (Enzyme und Bakterien, die das Ammoniak binden und umwandeln) verwendet.
|
- Antioxidantien
|
- Zu Antioxidantien zählen Zusatzstoffe, die freie Radikale abfangen und unschädlich machen. Somit haben sie eine Schutzfunktion für die Körperzelle (z.B. Vitamin E).
|
- AS
|
- siehe Aminosäure
|
- Aufgeschlossen
|
- Getreide wird aufgeschlossen um eine bessere Verdaulichkeit von schwer verdaulicher Stärke zu erzielen.
|
- Azidose
|
- auch Übersäuerung (zu niedriger pH-Wert)genannt. Ist häufig im Blind- und Grimmdarm des Pferdes zu finden und kann durch durch zu hohe Kraftfuttergaben ausgelöst werden.
|
| |
|
- Ballaststoffe
|
- Das Pferd kann auf Grund seiner Verdauungsphysiologie ballaststoffreiches Futter energetisch verwerten. Zu diesem Futter ist z.B. Rauhfutter zu zählen, welches reich an Rohfaser ist.
|
- Bierhefe
|
- Bierhefe ist weist viel Vitaminen-B und Aminosäuren auf. Sie stabilisiert die Darmflora, wirkt appetitanregend und reguliert den Stoffwechsel.
|
- Biotin
|
- Biotin ist ein Biowuchsstoff, dem eine zentrale Bedeutung für die Gesunderhaltung von Huf, Haut und Haaren zukommt. Dieses Vitamin wird in mindestens 9 biotinabhängigen Enzymen benötigt. Viele dieser Enzyme katalysieren wichtige Schritte des Haut- und Haarstoffwechsels.
|
- Botulismus
|
- Dies ist eine Futtermittelvergiftung, die durch die Aufnahme von Botulinumtoxin ausgelöst wird. Das Gift wird von einem Bakterium gebildet. Botulismus kann durch die Fütterung von verunreinigter Silage (z.B. durch tote Tiere) auftreten. Nach der Infektion dauert es zwischen 1 bis 6 Tagen bis zum Auftreten der ersten Krankheitssymptome. Anzeichen hierfür sind Muskelzittern, schwankender Gang und Schluckbeschwerden. Desweiteren kann es zur Muskelschwäche und Festliegen infolge von Lähmungserscheinungen kommen, die letztlich innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen können.
|
| |
|
- Carnitin (L-Carnitin)
|
- gebildet aus den Aminosäuren Lysin und Methionin. Carnitin ist ein natürlicher Bestandteil der Muskulatur. Die Zufütterung von L-Carnitin kann die Ausdauer- bzw. Leistungsfähigkeit von Sportpferden verbessern.
|
- Carotin
|
- (ß-Carotin) ist Vorstufe des Vitamin A und heißt deswegen auch Provitamin A. Der Körper ist in der Lage je nach Bedarf aus ß-Carotin Vitamin A herzustellen.
|
- Cellulose
|
- Cellulose ist die Gerüstsubstanz fast aller Pflanzen (= Art von Rohfaser) und wird vom Pferd mikrobiell verdaut.
|
- Coenzym
|
- sind Substanzen, die an Enzymreaktionen beteiligt sind. Coenzyme sind fest an das Enzym gebunden. Deren Vorstufen sind häufig Vitamine, also essentielle Nahrungsbestandteile.
|
- Cystin
|
- ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die vernetzte Strukturen in Haaren und Horn schaffen kann. Sie sorgt für mehr Stabilität und Festigkeit von Haare und Hufe.
|
| |
|
- DE
|
- siehe Digestible energy (=verdauliche Energie)
|
- Digestible energy (Abk. DE)
|
- = verdauliche Energie; der Gehalt an Rohprotein wird durch Bestimmung des Stickstoffs (N) ermittelt und dann mit dem Faktor 6,25 multipliziert (N x 6,25 = Rp).
|
- Diätfuttermittel
|
- Zu Diätfuttermitteln gehören Mischfuttermittel, die den besonderen Ernährungsbedarf der Pferde decken, bei denen insbesondere Verdauungs-, Resorptions-, oder Stoffwechselstörungen vorliegen oder zu erwarten sind.
|
| |
|
- Eiweiß
|
- Eiweiße besteht aus Aminosäuren. Es gibt zum eine die eigentlichen Eiweiße (Proteine) und zum anderen die Proteide. Proteine sind die Baustoffe des Körpers. Proteide sind Verbindungen von Proteinen mit nichteiweißartigen Gruppen.
|
- Elektrolyte
|
- Elektrolyte sind Stoffe (z.B. Natrium, Kalium, Chlor), die über den Schweiß oder bei Durchfall verloren gehen.
|
- Endotoxine
|
- Endotoxine sind Giftstoffe, die von absterbenden Bakterien produziert werden und in das Gewebe eines Körpers eindringen.
|
- Enzyme
|
- Eiweißmoleküle, die als Katalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen. Der Stoffwechsel kann nicht auf Enzyme verzichten. Es gibt unterschiedliche Enzyme für verschiedene Ausgangsstoffe (Substrate) und verschiedene chemische Reaktionen.
|
- Erde fressen
|
- Aufnahme von Erde. Oft als ein Zeichen von Langeweile oder von einem Nährstoffdefizit.
|
- Erhaltungsbedarf
|
- Der Erhaltungsbedarf hängt ab von der Wärmeabgabe des Organismus, die wiederum von der Körperoberfläche abhängt. Es gilt: je größer die Körperoberfläche, desto höher sind die Wärmeverluste.
|
- Erhaltungsstoffwechsel
|
- Bezeichnet den Stoffwechsel, der nötig ist für die Grunderhaltung (Atmung usw.) eines Organimus. Er dient nicht zur Zunahme der Biomasse.
|
- Essentiell
|
- = unabdingbar. unbedingt notwendig
|
- Essentielle Aminosäuren
|
- Kann der Körper sie nicht selbst bilden und muss diese mit der Nahrung zugeführt bekommen. Hierzu gehören Lysin, Methionin, Threonin, Leucin, Isoleucin, Valin, Phenylalanin.
|
| |
|
- Fermentgetreide
|
- Ist ein Milchsäure-Gärungsprodukt auf Getreidebasis und reich an Mineralien, Vitaminen, Enzymen und bioaktiven Fermenten. Fermentgetreide hilft das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herzustellen, unterstützt die Verdauung, hemmt die Fäulnisbakterien im Darm und unterstützt die körpereigene Vitaminsynthese und fördert die Futterverwertung.
|
- Folsäure
|
- Die Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin und spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und der Neubildung von Zellen. Zusammen mit Vitamin B12 ist Folsäure essentiell für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen und für die Produktion der Blutplättchen, die für die Blutgerinnung und damit für den 'Wundverschluss' notwendig sind. Folsäure ist außerdem sehr wichtig für die Synthese von Nukleinsäuren, welche die Basisinformationen der Erbanlagen (DNS) enthalten. Aus diesem Grund ist sie für die Entwicklung des Embryos während der Trächtigkeit von besonderer Bedeutung.
|
| |
|
- GAG
|
- siehe Glykosaminoglykane
|
- Glucosamin
|
- Glucosamine gehören zu den sog. Glykosaminoglykanen
|
- Glykosaminoglykane (Abk. GAG)
|
- ist ein Extrakt aus der grünlippigen neuseeländischen Muschel. GAG sind Eiweiß-Zuckerverbindungen des Bindegewebes und sorgen dafür, dass Stöße und Belastungen im Gelenkknorpel und in den Zwischenräumen der Wirbelscheiben abgedämpft werden. Außerdem sind sie für die Schmiereigenschaften der Gelenkflüssigkeit verantwortlich. Sie gewährleisten damit sowohl die freie Beweglichkeit als auch die Stabilität der Gelenke und der Wirbelsäule.
|
- Grascobs
|
- Sie bestehen aus warmluftgetrocknetem Gras und sind eiweißreicher als Wiesencobs (mind. 13 %). Dadurch sind sie für Pferde mit höherem Eiweißbedarf, wie z.B. hochtragende und laktierende Stuten geeignet. Der Durchmesser der Grascobs beträgt ca. 8 - 18 mm.
|
- Gravidität
|
- Trächtigkeit bei einer Stute
|
- Grundumsatz
|
- Der Grundumsatz entspricht dem Energiebedarf eines Lebewesens, der bei völliger Ruhe, in thermoneutraler Umgebung und bei leerem Magen-Darmtrakt bestimmt wird.
|
| |
|
- Histamin
|
- Sind biogene Amine (niedermolekulare organische Basen) die im Stoffwechsel von Pflanzen durch Mikroorganismen oder Enzyme aus der Aminosäure Histidin gebildet werden können. Histamin wird überall gebildet wo Mikroorganismen leben z.B.in der Silage, im verschimmelten Heu, beim angegorenes Getreide oder bei faulem Obst. Bei Histamin empfindlichen Pferden können bereits geringe Mengen allergische Reaktionen auslösen.
|
- Histidin
|
- Ist eine Aminosäure, die wichtig für das Blut und Immunsystem ist.
|
- Hormone
|
- Hormone sind körpereigene Informationsstoffe, die in den Drüsenzellen bestimmter Organe gebildet und anschließend ins Blut abgegeben werden. Dann gelangen sie in Zellen mit Andockstellen (Rezeptoren), wo ihre Nachricht gelesen werden kann. Sie sorgen u.a. für den Ablauf von Stoffwechsel-, Entwicklungsvorgängen und das Verhalten des Pferdes.
|
- Hydrothermisch behandelt
|
- Die hydrothermische Behandlung des Getreides / Maises steigert die Futterqualität durch eine verbesserte Verdaulichkeit der Stärke, eine erhöhte Schmackhaftigkeit und einer Reduzierung von Keimen, Schadstoffen und Bakterien. Extrudieren/Expandieren bzw. Poppen/Puffen sind Methoden der Hitzebehandlung von Getreide durch Druck, Reibung und teilweise Wasserdampf. siehe: aufgeschlossenes Getreide
|
- Hyperlipidämie
|
- Fettstoffwechselsstörung (z. B. beim rapiden Abnehmen zur Gewichtsreduktion) auf Grund einer Erhöhung der Fettkonzentration im Blut.
|
| |
|
- i.E.
|
- siehe: Internationale Einheit
|
- Immunität
|
- Ist das körpereigene Abwehrsystem gegen Infektionen durch Bakterien, Viren und deren krankmachende Stoffwechselprodukte. Geschwächt wird die Immunität durch starke körperliche Belastung und Überforderung, mangelhafte Stallhygiene und schlechtes Stallklima (Ammoniak, Staub), zu stärke- und eiweißhaltige Fütterung und ungenügende Versorgung mit Mineral- und Vitalstoffen, Parasitenbefall, Transportstress, Arzneimittel wie Antibiotika oder Cortison und Impfungen in Stresssituationen sowie hohem Infektionsdruck z.B. auf Turnieren.
|
- Inappetenz
|
- Unter Inappetenz versteht man die Appetitlosigkeit. Diese entsteht u.a. durch Erkrankungen, unhygienisches Futter, hohe Leistungsanforderung, psychische Belastung (z.B. neuer Stall) oder Zink-Mangel.
|
- Indikation
|
- Grund einer medizinischen Maßnahme.
|
- Inkubation
|
- Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch einer Krankheit.
|
- Intermediärstoffwechsel
|
- Intermediärstoffwechsel (Amphibolismus) bezeichnet Stoffwechselabläufe innerhalb des Körpers (z.B. Auf- und Abbau von Aminosäuren).
|
- Internationale Einheit (Abk. i.E.)
|
- Eine international einheitlich festgesetzte Menge oder Gewichtseinheit einer bestimmten Substanz (z.B. Vitamin, Antibiotikum, Hormon, Arzneimittel), die eine genau definierte Wirkung hat.
|
- Inulin
|
- Inulin ist ein Kohlenhydrat auf Fructose-Basis, das in verschiedenen Pflanzen als Speicherkohlenhydrat vorkommt. Einen sehr hohen Gehalt weist z.B. Topinambur auf (prebiotisch).
|
| |
|
- Kleie
|
- Abfallprodukt bei der Mehlherstellung. Kleie ist in den äußeren Schichten des Getreidekorns enthalten. Der Rohfasergehalt liegt bei 10 - 15 %. Vor allem Weizenkleie wird gerne gefressen. Sie wirkt leicht abführend. Keine zu große Mengen (>500g) verfüttern wegen der Gefahr der Verkleisterung im Magen (Kolik!). Kleie nicht zu lange lagern, weil sie leicht Feuchtigkeit annimmt und verdirbt.
|
- Knoblauch
|
- beliebte Futterbeigabe zur Unterstützung des Stoffwechsels der Pferde. In der warmen Jahreszeit bietet Knoblauch einen guten Schutz gegen lästige Insekten. Das Pferd transportiert die Aromastoffe mit dem Schweiß an die Oberfläche und schafft ein für Insekten unattraktives Klima.
|
- Kohlenhydrate
|
- Sind energieliefernde Stoffe für das Pferd. Der Hauptanteil der Kohlenhydrate besteht aus den Mehrfachzuckern, Stärke und Cellulose.
|
- Kolostrum
|
- Bezeichnet man als erste Milch der Stute (Biestmilch). Es enthält die Antikörper, die von großer Bedeutung für die Abwehrkräfte des Fohlens sind. Das Kolostrum ist in den ersten 24 - 36 Stunden nach der Geburt wirksam und nur innerhalb dieser Zeit kann eine Aufnahme durch die noch "offene" Darmwand des Fohlens stattfinden.
|
- Kotfressen
|
- Fohlen fressen in denersten Lebenswochen Kot. Dies ist ein natürlicher Vorgang zum Aufbau der Darmflora mit Keimen. Beim ausgewachsenen Pferd ist dies meist die Ursache für eine Rohfaser-, Vitamin- oder Mineralstoffunterversorgung.
|
- Krippenfutter
|
- Wird auch Kraftfutter genannt und ist ein Sammelbegriff für alle konzentrierten Futtermittel (Getreidekörner, Mischfutter).
|
| |
|
- Laktation
|
- Zeitraum, in dem die Stute Milch produziert (Säugezeit).
|
- Lecitin
|
- Lecitin ist ein Emulgator, der die Leberfunktion sowie die Aufnahme und Verwertung von Ölen und Fetten aus dem Futter unterstützt.
|
- Leinsamen
|
- Eine Fütterung von Leinsamen hat verdauungsfördernde Eigenschaften und wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit aus. Er hat einen hohen Fettgehalt von 33%. Der hohe Anteil an Schleimstoffen überzieht die Magen- und Darmschleimhaut mit einem schützenden Film. Schwefelhaltige Aminosäuren wirken sich positiv auf Huf und Haarkleid aus. Leinsamen enthält außerdem einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Eiweiß. Die im Leinsamen enthaltene Blausäure wird durch kochen unschädlich gemacht.
|
- Leistungsbedarf
|
- Der Leistungsbedarf liegt über dem Erhaltungsbedarf und enthält jene Nährstoffmengen, die für Aufbau und Vermehrung von Körpersubstanz (Muskulatur, Wachstum), die Produktion von Milch, die Entwicklung des ungeborenen Fohlens oder für Arbeit notwendig sind.
|
- Lignin
|
- Lignin ist eine Gerüstsubstanz, die neben der Cellulose und weiteren Bestandteilen, im Pflanzenmaterial enthalten ist.
|
- Linolensäure
|
- ungesättigte Fettsäure (z.B. in Leinöl und Fett-Fischen)
|
- Linolsäure
|
- ungesättigte Fettsäure (z.B. in Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Weizenkeimöl, Distelöl)
|
- Luzerne
|
- Luzerne zählt zu den kleeartigen Gewächsen (Leguminosen) und besitzt einen hohen Eiweißgehalt und viel Calcium. Luzerne sollte im Hinblick auf ein ausgeglichenes Nährstoffangebot und Verträglichkeit in Kombination mit eiweißarmen und rohfaserreichen Futtermitteln gefüttert werden.
|
- Lysin
|
- Ist eine essentielle Aminosäure und ein bedeutender Eiweißbaustein und Bestandteil von vielen Enzymen. Es ist in allen Geweben im tierischen Organismus enthalten, hat aber besondere Bedeutung bei der Bildung kollagener Gewebe. Als Bestandteil von Nucleotiden im Zellkern regt es die Zellteilung und damit die Neubildung und das Wachstum an.
|
| |
|
- Mash
|
- (engl. = Futterbrei) Gehört zu den Diätfuttermitteln. Mash wirkt appetit- und verdauungsanregend, entschlackt den Verdauungstrakt und verbessert so die Stoffwechselfunktion. Ein klassisches Mash ist ein Gemisch aus gekochtem Leinsamen, Kleie, Hafer und Salz. Mit heißem Wasser übergossen, sollte es nach kurzem Quellen (ca. 15 min.), lauwarm an das Pferd verfüttert werden. In der Regel wird es 1 - 3 x pro Woche dem Pferd angeboten.
|
- Melasse
|
- (abgeleitet von Mel (lat.) = Honig). Es bezeichnet den honigartigen dunkelbraunen Sirup, das als Nebenprodukt bei der Zuckerproduktion anfällt. Melasse enthält noch etwa 50% Zucker, der aber nicht mehr kristallisiert werden kann. Neben dem hohen Zuckergehalt enthält die Melasse auch Vitamine und Mineralstoffe.
|
- Mengenelemente
|
- Teilgruppe der Mineralstoffe. Lebensnotwendigen Mengenelemente für das Pferd sind: Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlor und Schwefel.
|
- Metabolismus
|
- Stoffwechsel
|
- Mikroorganismen
|
- Kleinstlebewesen (z.B. Pilze und Bakterien)
|
- Milchaustauscher
|
- Wasserlösliches Trockenpräparat (Milchpulver) zur Versorgung von mutterlosen Saugfohlen oder bei zu geringer Milchleistung der Mutterstute.
|
- Milchsäure
|
- Entsteht bei der Glycolyse sowie durch Milchsäurebakterien. Entsteht sowohl bei der Konservierung (Silage) als auch im Körper u.a. als toxische Gewebemilchsäure (Muskelkater) oder in der Darmflora. Die zwei Arten der Milchsäure sind die D (-) und L (+)-Milchsäure. Sie kann auch probiotisch wirken und dem Körper z.B. durch Fermentgetreide/Brottrunk zugeführt werden
|
- Milchsäurebakterien
|
- Mikroorganismen, die u.a. antibakterielle Substanzen bilden. Sie wirken antibiotisch auf Krankheitskeime wie Colibakterien oder Clostridien wirken. Bei zu hohem pH-Wert kann die Fütterung von Milchsäurebakterien eine Kolonisierung krankmachender Bakterien verhindern.
|
- Mineralstoffe
|
- Lebensnotwendige nicht-organische Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden (Mineralfutter). Man unterscheidet Mengenelemente und Spurenelemente
|
- Mischfutter
|
- Alleinfutter (einschließlich Rohfaseranteil) oder Ergänzungsfutter. Aus verschiedenen Komponenten zusammengemischt.
|
- Monogastrier
|
- Tier mit einhöhligem Magen (z.B. Pferd). Im Gegensatz dazu haben Wiederkäuer (z.B. Schaf, Rind) einen mehrteiligen Magen.
|
- Mutterkorn
|
- Getreidekrankheit, vermehrt in feuchten Jahren. Auf Gräsern, insbesondere Roggen, anzutreffender parasitärer giftiger Pilz. Durch den Einsatz von Fungiziden ist die Verbreitung des Mutterkorns stark zurückgegangen. Wird in Arzneien verwendet.
|
| |
|
- Nutritiv
|
- Ernährungsbedingt
|
| |
|
- Öle (pflanzlich)
|
-
Pflanzliche Öle sind sehr energiereich. Öle haben eine positive Wirkung auf den Magen- und Darmtrakt, erleichtern den Fellwechsel und haben einen hohen Gehalt an lebensnotwenigen Fettsäuren. Zudem wirkt Öl staubbindend, was bei Allergikern vorteilhaft ist |
- Omega-3-Fettsäure
|
- Omega-3-Fettsäuren sind essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie haben eine günstige Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und sind sie ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Als Linolensäure sind sie z.B. in Lein- und Sojaöl enthalten.
|
| |
|
- Pektin
|
- Oberbegriff für eine Gruppe von löslichen Ballaststoffen bzw. Rohfasern (z.B. aus Äpfeln, Karotten). Pektine übernehmen zusammen mit Cellulose wichtige Stützfunktionen der Pflanzen und besitzen eine gewisse gesundheitsfördernde Wirkung. Wegen ihres Geliervermögens finden sie in der Lebensmittelindustrie Verwendung.
|
- Pepsin
|
- Enzym zur Spaltung von Proteinen
|
- pH-Wert
|
- Definiert den Säuregrad einer Lösung auf einer Skala von 0 - 14. Reines Wasser hat einen pH-Wert von 7, ist also neutral. Saure Lösungen haben einen pH-Wert unter 7; basische von über 7.
|
- Photosensibilisierung
|
- Beschreibt die Herabsetzung der Lichtreizschwelle der Haut.Liegt Photosensibilität vor, treten Erkrankungen (Rötung, Schwellung, Bläschenbildung) an unpigmentierten Hautbezirken bereits nach normalerweise unschädlichen Strahlendosen auf. Auslöser sind u.a. Stoffe aus Johanniskraut, Buchweizen, Lupinen, Rotklee, verschiedenen Kohlarten aber auch Medikamente.
|
- Prebiotische Stoffe
|
- dienen dazu, die erwünschten probiotischen Bakterienkulturen im Darm zu ernähren. Sie steigern die Anzahl dieser Kulturen im Darm und führen damit zu einer Hemmung der unerwünschten Bakterien. Die veränderte Zusammensetzung der Darmflora stärkt das Immunsystem und kann möglicherweise auch das Risiko der Entstehung von Krebs senken.
|
- Presshilfsmittel
|
- Presshilfsmittel dienen der Erleichterung des Pressvorganges aus zerkleinertem Futter (z.B. Pellets)
|
- Probiotische Stoffe
|
- Futtermittel, die speziell gezüchtete Bakterienkulturen enthalten. Diese sind resistent gegen Magensäure und gelangen im Gegensatz zu herkömmlichen Kulturen in den unteren Darm, wo sie die Verdauung fördern, das Immunsystem anregen und die Darmflora regulieren, indem sie vor unerwünschten Keimen schützen.
|
- Prophylaxe
|
- Vorbeugung (z.B. von Krankheiten)
|
- Protein
|
- Eiweiß
|
- Prävention
|
- Vorbeugende (krankheitsverhütende) Maßnahme
|
| |
|
- RA
|
- siehe Rohasche
|
- Raufutter
|
- Hierzu gehören rohfaserreiche Futtermittel wie z.B. Grünfutter und Silage, Heu und Stroh, die zur Unterstützung der Verdauung sowie zur Kaubeschäftigung dienen. Bei Pferden als Grundfutter mit dem Hauptteil an der Ration unverzichtbar.
|
- Rekonvaleszenz
|
- Zeitraum der Genesung
|
- Resorption
|
- Aufnahme von Stoffen durch die Schleimhaut z.B. Nährstoffe (oder Arzneimittel) über Magen- und Darmschleimhaut. In einigen Fällen kann es auch zur Resorption von Stoffen über die Luft oder Haut kommen, beispielsweise bei Kontaktgiften.
|
- Rfr
|
- siehe Rohfaser
|
- Rft
|
- siehe Rohfett
|
- Rohasche (Abk. RA)
|
- Mengen- und Spurenelemente sowie unlösliche Stoffe wie Sand und Ton
|
- Rohfaser (Abk. Rfr)
|
- Beinhaltet den in Säuren und Laugen unlösliche fett-, stickstoff- und aschefreie Rückstand einer Substanz. Sammelbegriff für verschiedene Verbindungen wie z.B. Cellulose (aus Heu), Lignin (Holzfaser)und Pektine (Rohfaser aus Karotten und Äpfeln); diese variieren sowohl in der Zusammensetzung als auch in der Verdaulichkeit. Rohfaserreiche Futtermittel optimieren die Verdauung der gesamten Ration, erhöhen das Volumen der Futterration und die Kauzeit.
|
- Rohfett (Abk. Rft)
|
- Sind alle in Äther löslichen Substanzen im Futtermittel. Fette, Lipoide, Wachse, Fettsäuren und fettlösliche Vitamine
|
- Rohprotein (Abk. Rp)
|
- Summe aus Reineiweiß und N-haltigen Substanzen nicht-eiweißartiger Natur (z.B. Aminosäuren).
|
- Rote Beete
|
- Die essbaren Stiele und Blätter der roten Bete sind reich an ß-Carotin. Die Knolle enthält eine größere Menge an Calcium, Eisen, Kalium, Vitamin C und Folsäure.
|
- RP
|
- siehe Rohprotein
|
| |
|
- Saftfutter
|
- Hierzu gehören z.B. Karotten, Obst und Gartengemüse; schmackhaftes, vitaminreiches Beifutter. Bei zu hohen Gaben bestehen wegen des geringen Rohfasergehaltes Durchfallgefahr und andere Verdauungsbeschwerden.
|
- Salzleckstein
|
- Durch die Gabe von Viehsalz (NaCl) z.B. in Form von Lecksteinen kann die oft mangelnde Natriumversorgung sichergestellt werden. Pferde nehmen Salz nach Bedarf auf. Eine Besonderheit stellen Himalaya-Salzlecksteine dar. Diese enthalten neben NaCl zahlreiche Mineralien und Spurenelemente.
|
- Sekundäre Pflanzenstoffe
|
- Hierzu zählen 30.000 verschiedene Substanzen, die von Pflanzen gebildet werden und als Schutz- oder Abwehrstoffe gegen Schädlinge oder als Farb-, Duft- oder Lockstoffe bzw. als pflanzeneigene Hormone dienen. Auch im Pferdeorganismus üben diese Stoffe eine Vielzahl von Schutzfunktionen aus. U.a. können sie das Immunsystem stärken, den Körper vor freien Radikalen schützen oder Krankheitserreger abtöten.
|
- Spurenelemente
|
- Sie gehören zu den Mineralstoffen. Die wichtigsten Spurenelemente für das Pferd sind Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Kobalt, Selen und Jod.
|
- Stoffwechsel
|
- Der Stoffwechsel ist die Grundlage aller Lebensvorgänge und die Gesamtheit aller chemischen Prozesse im Organismus, die Nahrungsstoffe und körpereigene Depotstoffe umwandeln (Baustoffwechsel, Energiestoffwechsel).
|
| |
|
- Toxizität
|
- Giftigkeit
|
| |
|
- Verdauliche Energie
|
- Abkürzung: DE
- Maßeinheit: Megajoule (MJ)
- = Energie im Futter minus Energie im Kot
|
- Verdauliches Rohprotein
|
- Abkürzung: DP
- Maßeinheit: Gramm (g)
- = Rohproteingehalt im Futter minus Rohprotein im Kot
|
- Verdaulichkeit
|
- = Differenz zwischen der Menge eines Nährstoffes im Futter und der mit dem Kot ausgeschiedenen Nährstoffmenge
|
- Viren
|
- Kleine Partikel aus Protein und Nukleinsäure, die nicht aus Zellen bestehen und deshalb auch keine Lebewesen sind. Sie besitzen jedoch einige Eigenschaften lebender Zellen: Sie benutzen Wirtszellen, um sich zu vermehren.
|
- Vitamine
|
- = lat. vita (Leben) und Amin (stickstoffhaltig)
- Vitamine sind organische Verbindungen, die vom Organismus für lebenswichtige Funktionen benötigt werden. Nur wenige können vom Stoffwechsel synthetisiert werden und müssen deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Einige Vitamine werden dem Körper als Vorstufen (Provitamine) zugeführt, die dann erst im Körper in die Wirkform umgewandelt werden. Man unterteilt in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine.
|
| |
|
- Wasser
|
- Es sollte dem Pferd immer in einwandfreier Beschaffenheit zur freien Aufnahme zur Verfügung gestellt werden. Leitungswasser ist optimal. Regenwasser sollte frei von Fremdstoffen und Fäulniserregern sein. Wasser aus Fliessgewässern und stehenden Gewässern ist nur nach einer vorherigen positiven Wasseranalyse geeignet.
|
- Wiesencobs
|
- Futtermittel aus hochwertigen Kräutern und Gräsern, die zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet und in einer modernen Warmluftanlage getrocknet und anschließend gepresst werden. Im Gegensatz zu Grünmehlpellets bleibt die Struktur der Fasern enthalten. Wiesencobs sind ein idealer Heuersatz; sie sind arm an Staub und Pilzsporen, jedoch reich an natürlichen Nährstoffen, Mineralien, Spurenelementen und ß-Carotin.
|
| |
|
- Zuckerrübenschnitzel
|
- Entstehen bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben. Sie sind energie- und calciumreich, jedoch eiweiß- und phosphorarm. Vor dem Füttern die trockenen Schnitzel mit mind. vier Teilen Wasser länger als 2 Std. quellen lassen bis sie ausreichend aufgequollen sind. Ansonsten Gefahr der Schlundverstopfung, Kolik oder Magenriss.
|